Natürliches Aroma

Natürliches Aroma: Arten, Herstellung & gesundheitliche Bewertung

Immer öfter findet man auf der Verpackung von Lebensmitteln innerhalb der Zutatenliste die Bezeichnung "natürliches Aroma". Viele Konsumenten gehen davon aus, dass es sich hierbei um Geschmacksstoffe handelt. Ob diese künstlich sind oder nicht, können die Wenigsten unterscheiden.

Dabei gibt es innerhalb Deutschlands Bestimmungen, die festlegen, wie ein Stoff zu kennzeichnen ist. Mit dieser Hilfe soll die Zutatenliste möglichst transparent gehalten werden und ist somit leichter für den Konsumenten zu identifizieren. Neben natürlichem Aroma gibt es jedoch auch Aromaextrakte, die in Lebensmitteln zu finden sind.

Doch was ist am Ende eigentlich was und wie gesund sind natürliche Aromen wirklich?

    Inhalt

Verschiedene Gruppen von Aromen

Unter dem Begriff Aromen versteht man Erzeugnisse, die innerhalb von Lebensmitteln vertreten sind und diesen einen speziellen Geruch oder Geschmack verleihen. Dabei kann das Aroma aus unterschiedlichen Stoffen bestehen. Ein paar der bekanntesten Aromen sind auch separat über den Einzelhandel erhältlich und werden zum Beispiel beim Backen eingesetzt.

Allerdings werden Aromen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, die dazu auch noch spezifische Kennzeichnungen aufweisen. Diese schlüsseln sich wie folgt auf:

  • Natürliche Aromastoffe: Hierbei handelt es sich um Geschmacksstoffe, die aus Ausgangsstoffen hergestellt werden, die nicht zwingend dem Original entsprechen. Das bedeutet, wenn in einer Süßspeise Pfefferminze enthalten ist, wurde der natürliche Geschmack auch aus Pfefferminze gewonnen oder einem vergleichbaren Ausgangsstoff, der einen Pfefferminzgeschmack aufweist (hier zum Beispiel aus Menthol).
  • Naturidentische Aromastoffe: Chemisch gesehen gleichen sich die Geschmacksstoffe, doch kann der im Lebensmittel verwendete Stoff auch mit anderen Mitteln hergestellt worden sein.
  • Künstliche Aromastoffe: Sie werden in der Regel mittels Synthese hergestellt und sind nicht natürlich. Ergo: Steht auf der Verpackung, dass ein Erdbeeraroma enthalten ist, muss dieses nicht von der Frucht stammen. Die chemische Zusammensetzung des Ersatzstoffes ist jedoch dieselbe.
  • Aromaextrakte: Bei der Herstellung dieser Geschmacksstoffe kommen Ausgangsstoffe zum Einsatz, die eigentlich nichts mit dem Lebensmittel gemein haben, das konsumiert wird. Hierbei handelt es sich eher um ein Gemisch mehrerer Rohstoffe, um einen bestimmten Geschmack zu erzielen, der ähnlich dem bezweckten Lebensmittel ist. Mit dazu gehören bei Aromaextrakte zum Beispiel ätherische Öle.
  • Reaktionsaromen: Hierbei kommen mehrere Aromen zusammen, die sich mittels Hitze verbinden und so ein bestimmtes Aroma erzeugen. Stickstoff oder reduzierter Zucker spielen bei der Herstellung eine große Rolle.
  • Raucharomen: Sie entstehen aus Rauch und bezwecken, dass das behandelte Lebensmittel den typischen Geschmack des Räucherns erhält. Um diesen Geschmack zu erzielen, verbrennt der Hersteller bestimmte Hölzer und lässt diesen eine festgelegte Temperatur zukommen, kontrolliert die Luftzufuhr während des Prozesses und entwickelt somit einen Trägerstoff. Dieser kann dann problemlos in Lebensmitteln verarbeitet werden und entfaltet seinen typischen Rauchgeschmack.

Innerhalb von Deutschland ist seit 1981 festgelegt, welche Essenzen mit welcher Kennzeichnung versehen werden dürfen. Die sogenannte Aromenverordnung beinhaltet außerdem, welche Höchstmenge in Nahrungsmitteln eingesetzt werden darf und regelt sämtliche Rechtsvorschriften, die im Rahmen der Bestimmung zum Zug kommen.

Welche natürlichen Aromen gibt es?

Mit verschiedenen natürlichen Aromastoffen lässt sich auch in der Küche experimentieren. Sie sind separat erhältlich und können mit ihren Eigenschaften durchaus so manchem Nahrungsmittel auf die Sprünge helfen.

Die bekanntesten natürlichen Aromen umfassen:

  • Bittermandelöl: Es wird gerne beim Backen verwendet und hat den Zweck, das Bittermandelaroma zu verstärken.
  • Cola: Der Geschmack von Cola stammt ursprünglich vom sogenannten Cola-Baum, der in Westafrika wächst.
  • Grenadine: Ein Geschmacksstoff, der vielfach in Getränken verwendet und aus dem Fruchtfleisch des Granatapfels gewonnen wird.
  • Getrocknete Chilischoten: Sie tragen sehr viele Geschmacksstoffe und verschärfen zahlreiche Lebensmittel.
  • Johannisbrot: Es findet häufig in Süßspeisen Verwendung. Gewonnen wird das Aroma aus dem Karobenbaum, den man im Mittleren Osten findet.
  • Pfefferminzöl: Das während der Dampfdestillation von Pfefferminze gewonnene Öl kommt in Süßigkeiten oder anderen Lebensmitteln mit starkem Pfefferminzgeschmack zum Einsatz.
  • Lakritze: Den prägnanten Geschmack verschiedener Süßspeisen oder Backwaren gewinnt man aus europäischen Süßholzgewächsen.
  • Vanille: Gewonnen wird Vanille aus der gleichnamigen Schote und lässt sich bei zahlreichen Speisen verwenden.
  • Schokolade: Das Aroma von Schokolade wird aus Kakao gewonnen, der wiederum aus der Kakaobohne stammt.
  • Ylang-Ylang: Genutzt wird das aus Blüten gewonnene Ylang-Ylang zum Verfeinern von Backwaren, Eis oder Getränken.

Daneben gibt es noch weitere natürliche Aromen, die man aufgrund der Bezeichnung nicht gleich mit einem bestimmten Geschmack in Verbindung bringen kann. Ein paar Beispiele:

  • Acetoin besitzt das Aroma von Butter und wird häufig in Margarine verwendet.
  • Bei Massoialacton handelt es sich um ein natürliches Aroma, das an Kokos erinnert.
  • Zedernholzöl wird häufig in Nahrungsmitteln als Ersatz für Himbeeren verwendet.
  • Castoreum findet man seltener, aber es besitzt das Aroma von Vanille. Seine Herkunft könnte allerdings dazu führen, dass Du die Nase rümpfst: Es wird aus den Hinterlassenschaften von Bibern gewonnen.

Gesundheitliche Bewertung natürlicher Aromen

Die Nachfrage nach gesunden Sofort-Mahlzeiten steigt stetig – und somit auch der Einsatz natürlicher Aromen. Die hierfür verwendeten Zusatz- und Aromastoffe werden im europäischen Raum vom Gremium für Lebensmittelzusatzstoffe und Aromastoffe (FAF) bewertet. Wichtige Kriterien hierbei sind unter anderem Risiken- und damit verbundene Sicherheitsbewertungen von Aromastoffen sowie Toxizitätsprüfungen. Haben Aromen diese Prüfung bestanden und gelten als gesund beziehungsweise unbedenklich, dürfen sie verwendet werden.

Ein weiteres wichtiges Gremium bei der Bewertung von Lebensmittelzusatzstoffen ist das Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives, kurz JECFA. Dies hat im Laufe der Zeit bereits über 2.600 Lebensmittelzusatzstoffe untersucht und bewertet. Die hieraus resultierenden Erkenntnisse werden allen Ländern der Welt transparent zur Verfügung gestellt, um bestmögliche Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Stand Mai 2022 gilt die Mehrzahl der Aromastoffe als gesundheitlich unbedenklich. Vor allem bei natürlichen Aromen gibt es nur wenige Ausnahmefälle, die nicht durch die Gremien für die Verwendung in Lebensmitteln freigegeben wurden. Daraus lässt sich ableiten, dass natürliche Aromen als gesund gelten.

Eine Besonderheit ist allerdings Perubalsam, das aus dem Harz des Balsambaumes gewonnen wird. Dieses natürliche Aroma kommt häufig in Backwaren zum Einsatz und kann zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Daher gibt es beispielsweise vom Verband der Aromenindustrie eine Empfehlung für den Verzicht auf Perubalsam.

Wie Du siehst, kümmern sich viele Experten um die Sicherheit von Lebensmitteln und bislang ist die einheitliche Meinung anhand der bisherigen Datenlage, dass natürliche Aromen als unbedenklich gelten. Wird festgestellt, dass ein natürliches Aroma ungesund ist, reagieren Verbände und Lebensmittelhersteller entsprechend.

Wie werden natürliche Aromen hergestellt?

Natürliche Aromen werden aus tierischen, pflanzlichen und mikrobiologischen Ausgangsstoffen gewonnen. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren. Die bekanntesten sind:

  • Erhitzen
  • Destillieren
  • Extrahieren
  • Rösten

Zudem ist es möglich, Geruchs- und Geschmacksstoffe über Enzyme aus pflanzlichen Ausgangsstoffen zu gewinnen. Auch für die Herstellung von natürlichen Aromen gibt es rechtliche Regelungen, die Hersteller einhalten müssen. Hierzu gehört die Verordnung über Aromen und Lebensmittelzutaten der EU.

Ein natürliches Aroma muss übrigens nicht nur aus einem Ausgangsstoff gewonnen werden. Auch komplexe Gemische verschiedener Stoffe zur Gewinnung sind möglich. Ein Beispiel hierfür ist der Apfel-Geschmack. Dieser kann durch eine Mischung aus Hefeölextrakt, Weinfuselöl und Tagetesöl gewonnen werden.

Sind natürliche Aromen besser als künstliche Aromastoffe?

Schnell kommt beim Konsumenten die Annahme auf, dass künstliche Aromen ungesünder sind. Doch lässt es sich nicht pauschal beantworten, ob natürliche Aromen besser sind, denn beide Aromen-Arten werden industriell verarbeitet und lassen sich anhand ihrer chemischen Zusammensetzung kaum voneinander unterscheiden – auch wenn sie auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren.

Zudem sind einige Lebensmittelwissenschaftler der Meinung, dass künstliche Aromen sogar besser wären, da die Herstellung künstlicher Aromastoffe strenger kontrolliert werden würde.

Warum bei SHEKO ausschließlich natürliche Aromen verwendet werden

Da wir keinen Shake finden konnten, der gesund und lecker ist, haben wir ihn eben selbst entwickelt. Der Geschmack ist uns also super wichtig und dafür setzen wir ausschließlich natürliche Aromen ein.

Warum? Das hat mehrere Gründe und die verraten wir hier: Wir stehen für ein Abnehmen mit Genuss - leider stammt der tolle Geschmack in vielen Produkten allerdings aus Fett, Salz und Zucker. Fürs Abnehmen und die Gesundheit ist das oft eher suboptimal.

In diesem Zusammenhang bekommen natürliche Aromen ihren großen Auftritt, denn diese Inhaltsstoffe können den Geschmack eines Produkts verbessern, ohne seine Nährwerte zu verändern.

Außerdem werden natürliche Ressourcen immer knapper. Es lassen sich einfach nicht genug Erdbeeren oder Himbeeren anpflanzen, um dem wachsenden Bedarf an Erdbeereis, Erdbeershakes oder Himbeerjoghurt gerecht zu werden. Ressourcenschonend hergestellte Aromen (zum Beispiel mit Geschmack nach Erdbeeren oder Vanillin) verhindern, dass Lebensmittel nur zu unerschwinglichen Preisen oder gar nicht mehr angeboten werden können.

So kannst Du ohne schlechtes Gewissen weiterhin Deine Lieblingsaromen genießen. Dass natürliche Aromen eine höhere Geschmackskonzentration aufweisen, hat zusätzlich noch den Vorteil, dass die Intensität des Geschmacks immerzu aufrechterhalten bleibt und das Produkt somit stets allen Ansprüchen an Geschmacksqualität entspricht.

All das rechtfertigt für uns die Verwendung von natürlichen Aromen innerhalb unserer SHEKO Shakes. Wir tun mit dem Einsatz nicht nur der Natur einen Gefallen, sondern auch Dir und Deiner Gesundheit.

Fazit: natürliche Aromen sind unbedenklich

Wie Du jetzt lernen konntest, sind natürliche Aromen nicht besser oder gesünder als künstliche Aromen, denn beide können verschiedene Chemikalien enthalten.

Was die Kennzeichnung "natürlich" tragen darf und was nicht, ist innerhalb der Aromenverordnung genau festgelegt und geprüft. Du kannst als beruhigt natürliche Aromen verzehren. Empfehlenswert ist es darüber hinaus, vor allem natürliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte zu sich zu nehmen.

FAQ

Die Details zu natürlichen Aromen haben wir nun eingehend erläutert. Abschließend liefern wir Dir noch ein paar knapp zusammengefasste FAQs, damit Du noch besser informiert bist.

Als natürliches Aroma dürfen Essenzen bezeichnet werden, die aus Ausgangsstoffen hergestellt sind, die dem angegebenen Aroma entsprechen und denselben Geschmack aufweisen. Somit kann ein natürliches Vanillearoma aus Vanilleschoten bestehen oder einem anderen Ausgangsstoff, der denselben Geschmack besitzt.

Natürliche Aromen werden mit der Hilfe unterschiedlicher Prozesse hergestellt. Mit dazu gehören enzymatische, physikalische und mikrobiologische Verfahrensweisen sowie die Extraktion oder Destillation.

Die Liste der natürlichen Aromen ist lang. Bekannte natürliche Aromen sind:

  • Vanille
  • Bittermandel
  • Pfefferminze
  • Schokolade
  • Lakritz
  • Ylang-Ylang
  • Grenadine
  • Cola

Die generelle Bezeichnung ‚Aroma‘ umfasst sowohl natürliche als auch künstliche Aromen. Bei einem natürlichen Aroma handelt es sich um eine Substanz, die einen bestimmten Geschmack aufweist, aber nicht zwingend aus diesem hergestellt wurde.

Wenn man so will, sind natürliche Aromen die besseren Geschmacksverstärker. Denn jene, die in der Industrie häufig dazu eingesetzt werden, um den Geschmack in Lebensmitteln zu verstärken, sind oftmals künstlicher Natur und damit für unseren Körper umso schädlicher. Natürliche Aromen verstärken allerdings nicht den Geschmack, sondern schaffen ihn erst.