Zuckerkrankheit Diabetes

Diabetes mellitus: alles über die Zuckerkrankheit

Lesezeit: 7 Minuten

Die dickgedruckte Headline auf dem Cover des neuesten Ärzteblatts verkündet: Allein in Deutschland gibt es im Jahr 2020 mehr als sieben Millionen Menschen mit der Diagnose Diabetes mellitus – etwa 90 Prozent der Betroffenen leiden unter dem sogenannten Typ 2-Diabetes. Tagtäglich sprechen Ärzte und Ärztinnen ca. 1500 neue Diagnosen aus. Tendenz steigend. Dazu kommt die Dunkelziffer, denn schätzungsweise zwei Millionen Menschen entwickeln immer deutlichere Symptome, wissen bisher jedoch noch nichts von ihrer Erkrankung. Diabetes zählt zu den häufigsten Krankheiten und ist ein immer weiterwachsendes Problem. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Du willst wissen, was genau sich hinter dem Begriff Diabetes verbirgt, was die Ursachen der neumodernen Zuckerkrankheit sind und wie es nach einer offiziellen Diagnose weitergeht? Dann bist Du hier genau richtig!

Diabetes mellitus: die Zuckerkrankheit

Bei Menschen, die an einer Zuckerkrankheit leiden, ist der Blutzuckerspiegel stets erhöht (Hyperglykämie), der Zuckerstoffwechsel ist gestört. Man unterscheidet zwei Haupttypen von Diabetes mellitus. Die Ursache des Diabetes Typ 1 ist ein Insulinmangel, die von Typ 2 eine Insulinresistenz. Insulin ist ein in der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, das für einen funktionierenden Zuckerstoffwechsel benötigt wird. Es senkt als einziges Hormon den Blutzuckerspiegel, indem es die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in die Körperzellen begünstigt. Ohne den Botenstoff Insulin gelangt kein Blutzucker vom Blut in die Zellen.

Für ein besseres Verständnis werfen wir einen Blick auf den Glukosestoffwechsel. Dieser ist bei einem gesunden Menschen immer gleich.

  1. Eine kohlenhydratreiche Mahlzeit, bestehend aus Glukoseketten, gelangt vom Mund über die Speiseröhre und Magen bis in den Darm.
  2. Im Darm angekommen werden die Zuckerarten in Einfachzucker zerlegt.
  3. Die Einfachzucker gelangen ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt an.
  4. Als Antwort auf den erhöhten Zuckerspiegel im Blut, wird der Botenstoff Insulin aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut ausgeschüttet.
  5. Das Insulin bindet an spezielle Rezeptoren und sendet dadurch Informationen an die Körperzellen, die daraufhin Einfachzucker aus dem Blut in die Zellen aufnehmen.

Zuckerkrankheit: Ursachen und Symptome

Was wir bereits wissen: Ärzte unterscheiden zwischen zwei Typen des Diabetes mellitus: Diabetes Typ 1 bezeichnet eine Autoimmunerkrankung, bei der die Beta-Zellen der Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse kein oder unzureichende Mengen Insulin produzieren.

Diabetes Typ 2 hingegen entwickelt sich meist in einem schleichenden Prozess und entsteht unter anderem durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, man spricht hier von einer Insulinresistenz. Eine jahrelange Überproduktion von Insulin führt zu einer „Erschöpfung“ der Beta-Zellen. Die Überproduktion ist zu einem großen Teil auf einen mangelhaften Lifestyle, angeführt von einer unzureichenden Ernährung reich an Fett, zurückzuführen. Übergewicht erhöht das Diabetesrisiko stark.

Die Symptome der beiden Erkrankungen sind trotz ihrer unterschiedlichen Ursachen ähnlich. Patienten, die an einer Zuckerkrankheit leiden, empfinden oftmals andauernde Müdigkeit und körperliche Schwäche, gepaart mit ständigem Durst und gleichzeitig erhöhtem Harndrang. Hinzu kommen trockene Haut und Juckreiz. Achtung! Wird Diabetes nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu tragischen Folgeerkrankungen kommen – dazu zählen Schäden der Netzhaut der Augen, Nierenerkrankungen oder der diabetische Fuß.

Behandlung von Diabetes mellitus

Auch bei der Behandlung gilt es zwischen den beiden Haupttypen zu unterscheiden: Die Autoimmunerkrankung Diabetes Typ 1 ist bis heute nicht heilbar und muss ein Leben lang medizinisch behandelt werden. Vom Tag der Diagnose an muss der Insulinmangel mit Hilfe einer Insulintherapie ausgeglichen werden. Ziel der Behandlung ist es, den Zeitpunkt und die Menge des von außen zugeführtem Insulin möglichst genau dem Bedarf anzupassen, sodass Patienten ein nahezu normales Leben führen können. Eine vollwertige Ernährung erleichtert die Behandlung.  

Die Hauptursache für die Entwicklung einer Insulinresistenz ist Übergewicht in Folge einer ungesunden Ernährung. Angelehnt an dieses Wissen, stehen bei der Therapie des Diabetes Typ 2 genau eine Ernährungsumstellung hin zu einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßige Bewegung im Fokus. Die Veränderungen zielen darauf ab, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und die Insulinresistenz rückgängig zu machen. Patienten, bei denen eine Ernährungsumstellung alleine keine Abhilfe leistet, werden mit blutzuckersenkenden Medikamenten versorgt.

Diabetes und SHEKO – geht das?

Eine Frage, die uns aus der SHEKO Community immer wieder erreicht: Können Menschen mit der Zuckerkrankheit guten Gewissens den Bestell-Button eines SHEKO-Pakets drücken und ihren liebsten Shake trinken?

Für die Beantwortung dieser Frage haben wir uns die Meinung von Diabetesassistentin Anja Schwinger eingeholt. Sie führt seit vielen Jahren Beratungen und strukturierte, zertifizierte Schulungen mit Diabetes Typ 2-Betroffenen durch – und gibt ihren Patienten und Patientinnen SHEKO Probiertütchen mit auf den Weg.

„Was darf ich essen?“ – ist die meistgestellte Frage. In unserem Interview zum Thema Ernährung bei Diabetes betont Anja Schwinger die Wichtigkeit einer Ernährungsumstellung und das Erreichen eines gesunden Körpergewichts. Über 90 % ihrer Schulungsteilnehmer und -Teilnehmerinnen sind am Tag der Diagnose übergewichtig. Das Ziel der gemeinsamen Therapiezeit ist das Erlernen einer ausgewogenen Ernährungsweise, die langfristig in den Alltag integriert werden kann. Die Diabetesassistentin hat die Erfahrung gemacht, dass Formula-Diäten als „Kickstart“ für ein gesünderes Leben funktionieren können. Allen Patienten und Patientinnen, die dauerhaft Shakes trinken möchten, empfiehlt sie, diese als Mahlzeitenersatz oder als Belohnung nach dem Sport in ihre Speisepläne einzubauen. Anja Schwinger spricht sich deutlich gegen kurzweilige Diäten und für eine vielseitig gesunde Ernährung aus. Der Fokus liegt in erster Linie auf der Zusammensetzung der Nahrungsmittel und darauf, wie viel der Körper wovon wirklich benötigt, um gut versorgt zu sein. In Abhängigkeit vom Fortschritt der Krankheit der einzelnen Betroffenen und den individuellen kognitiven Fähigkeiten empfiehlt Anja ihren Patienten und Patientinnen zu Beginn, ihr Abendessen gegen einen Shake auszutauschen.

„Ich selbst habe die Produkte von SHEKO probiert und finde sie top. Ich habe sie mit in die Schulungen gebracht und Patienten und Patientinnen testen lassen. Im Vergleich zu den bekannten Anbietern war die Begeisterung groß!“

Anja ist überzeugt davon, dass Mahlzeitenersatzprodukte wie die SHEKO Shakes den Weg zum gesunden Körpergewicht erleichtern und den Krankheitsverlauf einer Typ 2 Diabetes positiv beeinflussen können. Mit seinen perfekt abgestimmten Zutaten erfüllt jeder SHEKO Shake alle Kriterien eines gesunden Mahlzeitenersatzes. Das große Plus: Die cremig geschüttelten Shakes kommen in unterschiedlichen Sorten daher und treffen wirklich jeden Geschmack.

Anjas Tipp: für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl 1 Teelöffel geschrotete Leinsamen unter den liebsten SHEKO Shake rühren.

In unserer Gesellschaft ist der Zugang zu Nahrungsmitteln 24/7 möglich. Gebäck aus der Bäckerei, Currywurst vom Würstchenstand, Softdrinks am Kiosk … „Der Verzehr von Fertigprodukten, deren Zutaten viele nicht einmal kennen, ist eines der größten Probleme. Die Produkte aus der Tiefkühltruhe oder dem Snackregal sind oft fettreich, stark zuckerhaltig und damit hochkalorisch und sollten daher als erstes vom Einkaufszettel gestrichen werden,“ so Anja Schwinger. „Selbstverständlich besteht das Leben nicht nur aus Verzicht, doch die frische Zubereitung der Mahlzeiten ist wichtig im Kampf gegen die Zuckerkrankheit.“

Und wie sieht das ganze bei Betroffenen mit Typ 1 Diabetes aus? Prinzipiell spricht absolut nichts gegen das Schütteln eines Shakers. Da die Behandlung von Diabetikern und Diabetikerinnen jedoch sehr individuell ist, empfehlen wir in diesem Fall ein offenes Gespräch mit einem Diabetologen oder einer Diabetologin. And then, shake it!

Tipps für ein geringes Diabetesrisiko

Du hast Einfluss! Ja, wirklich. Du kannst mit einem gesunden Lebensstil das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 senken. Wie genau? Diese Tipps helfen Dir dabei.

  • Achte darauf, dass sich Dein Körpergewicht in einem gesunden Rahmen befindet. Unser Kalorienrechner kann Dir dabei helfen, Deinen täglichen Kalorienbedarf zu berechnen. So weißt Du ganz genau, wie viel Du essen kannst.
  • Bewege Deinen Körper. Am besten kombinierst Du eine Sportart, die deinen Puls in die Höhe treibt (Laufen, Radfahren) mit einer Sportart, die kräftigende Elemente beinhaltet (Kraftsport, Yoga).
  • Rolltreppe oder Fahrstuhl? Von wegen. Das Steigen von Treppen hält Dich fit und ist gut für die Gesundheit.
  • Bestücke Deine Teller mit reichlich Obst und Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich fünf Portionen. Unsere Pineapple Smoothie Bowl ist das cremige Beispiel für zwei Portionen frisches Obst.
  • Bediene Dich an ballaststoffreichen Lebensmitteln. Dazu zählen neben Obst und Gemüse auch Getreideprodukte wie Vollkornbrot und Vollkornnudeln.
  • Achte bei der Zubereitung Deiner Mahlzeiten auf eine maßvolle Verwendung von Fett. Dünsten, Dämpfen und Backen von frischen Lebensmitteln kommen meist ohne zusätzliches Fett aus.
  • Stolzier am Supermarktregal mit zuckerreichen Getränken einfach vorbei. Statt pappsüßer Limonaden kannst Du Dich lieber an unserem Rezept für einen Ingwer-Zitronen-Tee mit Rosmarin.
  • Die Abteilung für Fertigprodukte ist verführerisch, doch ein hoher Zuckerkonsum schädlich. Bevor Du Dich an abgepackten Snacks bedienst, schnapp Dir lieber Deinen Shaker und trink Deinen liebsten SHEKO Shake!

Zuckerkrankheit: das Wichtigste im Überblick

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Es ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert. Diabetes Typ 1 liegt ein Insulinmangel, Typ 2 eine Insulinresistenz zugrunde. Daher leiden Diabetiker*innen an einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Der Insulinmangel kann mithilfe einer Insulintherapie behandelt werden. Bei einer Insulinresistenz steht eine gesunde Lebensweise im Fokus der Behandlung. Bei einer gesunden Ernährungsumstellung kann Dich unser SHEKO-Shake unterstützen. 

FAQ zum Thema Zuckerkrankheit

Die am meisten gestellten Fragen zum Thema Diabetes mellitus findest Du hier noch einmal zusammengefasst.

Wie wird man zuckerkrank?

Diabetes Typ 1 ist eine angeborene chronische Erkrankung. Diabetes Typ 2 entwickelt sich mit dem Alter aufgrund ungesunder Ernährung.

Wie sind die Symptome bei Diabetes? Welche Symptome können auf Diabetes hindeuten? Was bewirkt Diabetes?

Häufige Symptome bei Diabetes sind anhaltende Müdigkeit und körperliche Schwäche. Dazu kommen starker Durst und erhöhter Harndrang, trockene Haut und Juckreiz.

Ist es besser, wenn Diabetiker anstatt Zucker, Süßstoff zu sich nehmen?

Zucker ist für Diabetiker nicht strikt verboten, muss allerdings maßvoll konsumiert werden. Das gleiche gilt auch für Süßstoffe, die in vielen Diätprodukten zum Einsatz kommen. Süßstoffe haben zwar keinen Einfluss auf den Insulinspiegel, können bei erhöhter Aufnahme jedoch zu Blähungen und Durchfall führen.

Kann man leichter an Diabetes erkranken, wenn man nicht regelmäßig frühstückt?

Das Diabetesrisiko für Diabetes Typ 2 steigt nicht aufgrund des Verzichts auf Frühstück. Vielmehr zählt die Auswahl an Lebensmitteln. Zuckerreiche Nahrungsmittel, die auf Dauer zu einer Überproduktion von Insulin führen, sind Verursacher für die Zuckerkrankheit.

Wie schnell kann sich eine Diabetes mellitus entwickeln?

Die Entwicklung des Diabetes mellitus Typ 2 ist ein schleichender Prozess, der sich von Person zu Person unterschiedlich verhält. Während er bis vor ein paar Jahren als „Altersdiabetes“ bezeichnet wurde, sind mittlerweile immer mehr junge ungesunde Menschen betroffen.

Darf man als Diabetiker Alkohol trinken?

Ja, auch Menschen, die an einem gestörten Zuckerstoffwechsel leiden, dürfen Alkohol trinken. Wichtig dabei ist, dass eine Unterzuckerung vermieden wird, indem Alkohol immer mit einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit kombiniert wird. Die allgemeingültigen maximalen Empfehlungen sollten auch Diabetiker nicht überschreiten.

Dürfen Diabetiker Sport machen?

Grundsätzlich gilt: Menschen mit Diabetes dürfen Sport machen – vorausgesetzt sie kennen ihren Körper und ihre Bedürfnisse. Für Patienten mit Diabetes Typ 2 ist Bewegung sogar ein wichtiger Therapiebaustein im Zuge ihrer Behandlung.

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