Milch bei Laktoseintoleranz laktose unverträglichkeit

Laktoseintoleranz – die Ursachen, die Symptome und die Alternativen für eine laktosefreie Ernährung

Lesezeit: 3 Minuten

Es zwickt und zwackt im Bauch, die Hose spannt, alles ist doof? Falls Du nicht zufällig gerade drei Pizzen gefuttert oder mal wieder den Schokoladenvorrat geplündert hast, kann es vielleicht noch eine andere Ursache geben. Wenn vor allem nach Joghurt, Milch und Co. Wenn Durchfall und Bauchweh angesagt sind, solltest Du vielleicht an eine Laktoseintoleranz denken.

 

Was genau ist Laktoseintoleranz?

Nein, es geht hier nicht um andere Ansichten oder Diskussionskultur. Eine Intoleranz im medizinischen Sinne besteht, wenn Dein Körper nicht in der Lage ist, einen bestimmten Stoff aus der Nahrung in etwas verwertbares umzuwandeln. Im schlimmsten Fall ist dieser Stoff dann sogar schädlich für den Körper. Bei einer Laktoseintoleranz geht es also um Laktose – Milchzucker – die vom Körper nicht verwertet werden und dann Durchfall, Blähungen und andere unangenehme Symptome verursachen kann.

Dabei ist eine Intoleranz nicht mit einer Allergie zu verwechseln. Bei einer Allergie wird durch einen Stoff eine überhöhte Histaminausschüttung verursacht, auf die der Körper mit einer allergischen Reaktion bis hin zum anaphylaktischen Schock reagieren. Musst Du Dir jetzt aber gar nicht merken, denn es geht jetzt hier ja um Laktoseintoleranz.

 

Laktose, Laktase – Biochemie oder was?

Okay, verstanden, machen wir es kurz. Milch und Milchprodukte enthalten unter anderem Milchzucker, die Laktose. Um diese zu spalten und somit für den Körper verwertbar zu machen, wird ein Enzym namens Laktase genötigt. Ohne diese chemische Reaktion können die Bestandteile des Milchzuckers nicht durch die Dünndarmschleimhaut aufgenommen werden. Nun schwirrt die Laktose also ziegelsteinartig herum und kann nicht rein und nicht raus. Sie wird nun nicht etwa sauber zerlegt, sondern vergoren. Das muss ja dann blöd enden … Und das tut es leider auch oft, denn viele Menschen haben diese Laktase tatsächlich nicht. Viel heißt hier wirklich viel: etwa 75 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung sind in der Tat laktoseintolerant, denn normalerweise brauchen Menschen dieses Enzym nur im Säuglingsalter, so lange sie als Babys Muttermilch bekommen. Bei vielen äußert sich die Milchzuckerunverträglichkeit, wie diese Störung auch genannt wird kaum oder nur moderat, so dass sie eigentlich gar nicht als solche wahrgenommen wird.

 

Blähbauch und Co. – Symptome der Laktoseintoleranz

Nach dem Verzehr von Milchprodukten geht es dann also los: Es entsteht ein Blähbauch, eventuell kommen Krämpfe und Durchfall hinzu. Übelkeit, Schmerzen – das volle Programm. Oft wissen Menschen viele Jahre nicht, warum es ihnen häufig so schlecht geht, bis man mal auf die Idee kommt, über seinen Milchproduktekonsum nachzudenken. Bei dem einen reicht schon ein Bissen Milchschokolade aus, für den anderen werden erst größere Mengen Milch oder Milchprodukte unangenehm. Meist beginnt das Drama ca. eine halbe Stunde nach der Aufnahme von Milch und hält etwa ein bis zwei Stunden an. Das kann in einem Restaurant oder bei einer Hochzeit echt lange werden.

 

Laktosefrei leben – ist das möglich?

Um mit der Laktoseunverträglichkeit umzugehen, kann man drei Wege gehen, oder diese miteinander kombinieren.

  • Laktosefreie Nahrungsmittel essen. Hierbei konzentriert man sich darauf, Milchprodukte und mit Milchprodukten versehene Nahrungsmittel komplett zu meiden. Schwierig wird dies, weil vor allem in Fertigprodukten, von denen man es vielleicht gar nicht erwartet, trotzdem Milchzucker, also Laktose vorkommt.

 

Versteckte Laktose in Lebensmitteln

Hättest Du gewusst, dass beispielsweise in diesen 10 Produkten Laktose drinsteckt?

ProduktLaktose als
TablettenKatalysator, Trägerstoff
BackwarenTreibmitttel oder Aromastoff
FertiggerichteAromaträger
MüslimischungenVerdauungshilfe
CremeliköreSahne
WurstAromastoff, Bindemittel
SalatdressingMilchpulver
GewürzmischungenAromaträger
SüßstoffGeschmacksträger
SenfAromastoff

 

  • Laktosefreie Milchprodukte. Wenn doch aber der Joghurt so lecker ist! Verstehen wir! Zum Glück gibt es mittlerweile viele Milchprodukte, bei denen man durch Zugabe von Laktase diese Aufgabe des Stoffwechsels sozusagen vorwegnimmt, und die Laktose bereits aufspaltet. Hier muss man sich geschmacklich manchmal etwas anpassen, denn die Spaltung der Laktose erzeugt Galaktose und Glukose, also Einfachzucker, die sehr viel süßer schmecken. Das merkt man dann auch in den laktosefreien Milchprodukten.
  • Medikamente gegen die Laktoseintoleranz. Ja, auch die gibt es mittlerweile. Zum einen kann man tatsächlich das fehlende Enzym Laktase medikamentös zuführen, zum anderen kann man natürlich dem Blähbauch und dem Durchfall mit entsprechenden Mitteln symptomatisch entgegenwirken.

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